Südafrika – Frohes Neues!

Ein frohes neues Jahr 2015 wünsche ich euch!

Für mich beginnt das Jahr ziemlich aufregend – ich arbeite daran, dass es ein gutes Jahr für mich wird. Im gesamten Januar werde ich in Südafrika sein und mit Pferden arbeiten. Ich versuche mich wie ein weißes Blatt Papier zu verhalten, dass offen ist für all das, was auf mich zukommen wird – damit es am Ende ganz bunt und voller Ereignisse und Erfahrungen im Gepäck wieder nachhause fliegen kann. Da ich ja aus dem schmuddeligen deutschen Winter komme, fällt mir das weiß sein auch gar nicht so schwer! 😉
Jack (Neapolitano Nanczi I), Lipizzaner Wallach
Eine der Kameras hat gleich am ersten Tag den Dienst quittiert, mal sehen wie ich weiterhin filmen und fotografieren kann. Fotos gibt es trotzdem weiterhin – versprochen.
Mit Jack habe ich gestern Abend zum ersten Mal geclickert. Er hatte bisher keine Erfahrung mit der freiwilligen Arbeit am Boden, und daraus hat er auch kein Geheimnis gemacht. Wieder durfte ich also an meiner ersten wichtigen Lektion arbeiten: der Geduld.
Da eigentlich die Zeit für sein Abendessen war, hielt er so gar nichts davon, mit mir in den Roundpen zu kommen. Schließlich sah er seine Freunde in Richtung Stall abdampfen. Weil Widerstand zwecklos war, begnügte sich Jack also damit in Ruhe den Rand des Roundpens abzugrasen. Dass ich in der Mitte stand, schien ihn nicht zu interessieren. Geduld!
Weil Pferde schrecklich neugierig sind, kam er sehr sporadisch kurz zu mir geschlendert, holte sich Click und Karotte ab, nur um direkt wieder zum Rand zu schluffen und weiter sein Gras zu zupfen. Was für ein Unterschied zu meiner Faible, die so sehr auf Karotten steht, dass ich ihr mit Aufgaben gar nicht schnell genug sein kann! Weil die Möhren schnell leer waren und ich über das Click + Futterlob noch lange nicht hinauskam, brachte ich ihn zu den anderen Pferden in den Stall. 
Der nächste Morgen.
Bitte entschuldigt den Nebel. Man hier ganz gut sehen, wie ich zuerst komplett ignoriert werde, und Jack mir anschließend sogar folgt.
Leider war es ziemlich nebelig und deshalb sehen die Bilder auch dementsprechend aus. Ich denke man kann trotzdem sehen, wie Jack und ich uns angenähert haben.
Bisher kenne ich nur Pferde, die ganz schnell auf das Futterlob anspringen und für ihr Möhrchen dann auch alles tun. Jack ist da ein anderer Kandidat. Zwar verringerten sich die Abstände seiner kleinen Besuche bei mir in der Mitte schnell, aber so richtig hat er nicht verstanden wieso er sich nur für das Click-Geräusch und ein Möhrchen in die Mitte bequemen soll. Als er endlich ein bisschen länger bei mir stand, fing ich an ihn in Gedanken versunken ein bisschen zu kraulen, und wollte herausfinden, welches seine Lieblingsstelle ist. Ganz eindeutig liebt Jack es, an Schulter und Rücken massiert zu werden!
In Windeseile stellte er sich so zu mir, dass ich die besten Stellen kraulen konnte. Das schien ihn deutlich mehr zu interessieren als meine blöden Möhrchen. Nur wenige Minuten später folgte er mir neugierig durch den Roundpen und forderte mehr davon ein. So ganz sicher bin ich mir noch nicht, wie ich weiter mit ihm arbeiten kann, aber grundsätzlich spricht ja nichts dagegen ihn in Zunkunft mit Mini-Massagen zu belohnen. Ich bin gespannt wie es mit uns beiden weiter geht – sein Interesse an mir habe ich zumindest schon ein bisschen geweckt…
Das erste Kennenlernen – Massage geht ganz klar vor Möhre.

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